Forschung & Entwicklung

„Was nicht vorwärts gehen kann, schreitet zurück.“ So sagte schon Johann-Wolfgang von Goethe (dt. Dichter, 1749-1832).

„Fortschritt besteht wesentlich darin, fortschreiten zu wollen.“ So sagte Lucius Annaeus Seneca (röm. Philosoph und Dichter, 4 v.Chr. – 65 n.Chr.).

„Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.“ So sagte Albert Einstein (dt.-amerik. Physiker, 1879-1955).

Wir wollen uns den vielen klugen Menschen anschließen, die den Fortschritt bereits als wesentliches Element der Menschheit erkannt haben, um die Welt besser zu machen. Wir sehen unseren Beitrag hierzu in unserem kontinuierlichen Engagement bei vielen F+E-Projekten. In Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Industriepartnern stellen wir regelmäßig unser Know-How zur Verfügung, um übergeordnete Ziele gemeinsam zu erreichen. Wir haben uns exemplarisch an folgenden Projekten beteiligt:

2013-2015

PROJEKT „REGRAN“

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines innovativen Designbrennstoffs als Granulat aus Schredderrückständen des Automobilrecyclings (ReGran) mit definierten auf die Vergasung abgestimmten Eigenschaften. Die Herstellung des Mischbrennstoffgranulates soll mittels eines beheizten Trogmischers erfolgen und stellt somit ein alternatives Produktionsverfahren gegenüber der energieintensiven Pelletierung dar. Für die Beheizung des Mischers, welche im Projekt mittels Induktion erfolgt, wird zur Verminderung des Energiebedarfs ein Konzept zur Nutzung industrieller Abwärme erarbeitet. Das Projekt wird von SICON in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen, Lehrstuhl für Energie- und Verfahrenstechnik, bearbeitet und vom ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) gefördert.

2010-2014

PROJEKT „PROTECT“

The low-carbon galvanized steels normally used in automotive bodies and appliances are a source of high-quality scrap feed for both BOF and EAF steel production. The aim of this project was to develop a new method to preheat and remove coatings on steel scrap prior to melting as a stand-alone concept, decoupling the preheating from the off-gas streams from the melting furnace. As energy carrier for the concepts energy containing but difficult waste streams have been are to be used.

Within this project a new method to promote synergetic use of low-value energy rich waste, combined with cleaning and preheating of zinc-containing steel scrap has been developed. In all scrap preheating applications the exhaust gases generated can contain difficult compounds which need a dedicated gas cleaning system to handle these. The increased emission of harmful dust and hazardous air emission is regardless of the fuel used since these are originated from the impurities and organic coating on the scrap itself. Zinc coating on steel is used to increase the corrosion resistance of the steel. The low-carbon galvanized steels normally used in automotive bodies and appliances are a source of high quality scrap feed for both BOF and EAF steel production. Although there have been development of technology for removal of the galvanized coatings, the protracted delays in achievement of an economically viable solution have forced most BOF operators to implement alternative methodologies to maintain environmental compliance (EAF operations, with higher dust disposal cost, benefit to some extent from the value of the contained zinc units). PROTECT project focus on developing methods for efficient separation of energy containing waste streams into valuable feed be used in scrap preheating and surface cleaning application. Tests conducted in the project have shown that it is possible to separate waste (plastic, rubber etc.) fractions into various streams useful streams, to thermo-chemically convert these into a syngas, through separate combustion, use the exhaust gases generated preheat scrap and remove coatings, through a dedicated gas cleaning and recovery system recover valuables. Theoretical evaluation shows that the concept is positive both from environmental and economical standpoint.

PROTECT has been supported by the European Commission and has been performed by the partners SICON, MEFOS, SSAB, Engitec, Stena Metall AB, University of Siegen, IVL AB, SSUP and Stenal Metall A/S.

2009-2013

PROJEKT „SHREDDERSAND 1“

Bei der Aufbereitung von Rückständen aus der Zerkleinerung von Altfahrzeugen, weißer Ware und Mischschrotten, wie zum Beispiel durch das patentierte VW-SICON-Verfahren, fallen sogenannte Shredder-Sande an. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes „Shredder-Sand“ der Projektpartner Volkswagen AG, SICON GmbH, Recylex GmbH und dem Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) der Technischen Universität Clausthal (TU Clausthal) wurde ein mögliches Aufbereitungsverfahren von feinkörnigen Shredder-Sanden (Korngrößen < 1 mm) entwickelt. Dabei konnte ein Verfahrensweg entwickelt werden, der neben anderen Produktströmen auch einen mineralischen bzw. silikatischen Stoffstrom abtrennt. Durch die Zusammenarbeit des IFAD mit der Arbeitsgruppe Recycling der Professur Werkstoffe des Bauens am F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde der Bauhaus-Universität Weimar und dem Fachbereich Baustofftechnologie der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung konnte eine innovative und hochwertige Einsatzroute für diesen mineralischen Stoffstrom aus Shredder-Sanden identifiziert werden. Dazu wird ein neuartiges Verfahren zur Erzeugung von Blähgranulaten (leichte Gesteinskörnung) aus heterogenen feinkörnigen Bau- und Abbruchabfällen genutzt. Dies setzt die vorhergehenden Aufbereitungsschritte des Shredder-Sandes nach der Verfahrensführung des Projektes „Shredder-Sand“ voraus. Das Verfahren und die daraus entstehenden Möglichkeiten wurden bereits im Recycling Magazin dargestellt. In dem mehrstufigen Verfahren werden so aus Shredder-Sanden < 1 mm zunächst mittels Flotation und Nasstrenntisch organische Bestandteile abgetrennt. Anschließend wird mit Magnetstufen ein Eisenkonzentrat abgetrennt, dass der Industrie wieder zugeführt werden kann. Danach werden durch die Verschaltung von Mahl- und Siebstufen Kupferkonzentrate erzeugt, die ebenfalls in der Industrie eingesetzt werden können.

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